Nachnutzung von Gebäuden und Besitz

Gemäß des päpstlichen Aufhebungsbreve sollte der Besitz der Ordensniederlassungen den Diözesanbischöfen zukommen. Faktisch aber fielen sie meist dem Staat zu. In Mainz wurde der Jesuitenfonds zum Universitätsfonds umfunktioniert, das Jesuitenkolleg wurde zum Domus Universitatis.
Nach 1773 war das Noviziat Schulgebäude zunächst Schulseminar, 1798 laut Wagner/Schneider als Priesterseminar genutzt. Angeblich wohnte Heimes dort. Ab 1803 fand das Gebäude Nutzung zunächst als französische Zentralschule und später als Lyceum (bis1814). Nach dem Abzug der Franzosen dienste es als Militärhospital und preußische Kaserne. Nach der 1841 erfolgten Rückgabe an die Stadt wurde die Liegenschaft wieder als Schulgebäude genutzt und schließlich 1848/49 zum Invalidenhaus umgebaut.  Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört.

In Drais wurde der Mainzer Erzbischof nach Aufhebung des Ordens alleiniger Ortsherr. Der Hof fiel zunächst an das Erzbischöfliche Seminar in Mainz und 1777 an den Schulfonds. Seit 1792 befindet er sich in Privatbesitz.

Empfohlene Zitierweise

Martina Rommel: Mainz - Jesuiten. Nachnutzung von Gebäuden und Besitz. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-jesuiten/nachnutzung-von-gebaeuden-und-besitz.html> (Letzter Aufruf: 16.07.19)