Klöster Eifel-Ahr

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Roth an der Our - Johanniterkirche St. Peter

Adressen

Kath. Filialkirche St. Peter
Johanniterstraße 19
54675 Roth an der Our

Verbandsgemeindeverwaltung Neuerburg
Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Tel.: 06564/690
Fax: 06564/69258
E-Mail
Webseite

Tourist-Information Neuerburger Land
Postfach 11 20
54671 Neuerburg
Tel.: 0656419433
Fax: 06564/69258
E-Mail
Webseite

Hinweise

Wandern

Verschaffen Sie sich selbst einen Eindruck von der faszinierenden Landschaft der südlichen Eifel. Eine Vielzahl von Wanderwegen mit variierenden Schwierigkeits-
stufen laden dazu ein, z.B.:

Klausnerweg
(17 km/leicht)

Durch die Täler der Enz und Prüm führt Sie dieser Weg zur namensgebenden Schankweiler Klause. Auf Ihrem Weg lernen Sie das beeindruckende Enztal mit seinen zerklüfteten Felsen, den typischen Streuobstwiesen sowie den groß angelegten Hopfenfeldern kennen.

Nat'Our Route
(18 km/mittelschwer)

Vorbei an alten Mühlen und dichten Wäldern führt Sie diese Route in die Vergangenheit zurück. Erfahren Sie, wie man früher aus Eichenrinde die sog. Lohe herstellte. Ein Produkt, das für die Herstellung von Lederwaren eingesetzt wurde.

Gastronomie

Hotel "Ourtaler Hof"
Rosalia Burger
Ourtalstraße 27
54675 Roth an der Our
Tel.: 06566/218
Fax: 06566/1444
E-Mail
Webseite

Touristische Informationen

Die Kirche

Die katholische Filialkirche St. Peter zählt zu jenen romanischen Bauten im Rheinland, die zahlreiche Parallelen zu mittelalterlichen Kirchenbauten in Frankreich aufweisen. Insbesondere bei den Ornamentmotiven können etliche Gemeinsamkeiten entdeckt werden, die beispielsweise auch in der Innengestaltung des Trierer Doms angebracht wurden, ansonsten jedoch in der rheinischen Romanik weitgehend unbekannt waren. Ein Besuch der Kirche St. Peter in Roth an der Our lohnt sich darüber hinaus jedoch nicht nur wegen der ungewöhnlichen Grundfläche des Mittelschiffes in Form eines Trapez, sondern auch wegen des barocken Altars und den spätgotischen Malereien im südlichen Seitenchor. Die Kirche der ehemaligen Johanniterkommende befindet sich auf einem bewaldeten Bergsporn an der Our, in dessen unmittelbarer Umgebung das ehemalige Wohngebäude des Ordens (sog. "Schloss") im Jahr 1733 errichtet wurde. Auf dem Gelände befinden sich außerdem noch ein Friedhof, ein Brunnen sowie die Reste einer alten Ringmauer mit einem Torhaus. Die Kirche selbst ist seit dem Wiener Kongress eine Filialkirche der Pfarrei Körperich des Landkreises Bitburg-Prüm.

Der Ort

Die Ortsgemeinde Roth an der Our gehört mit etwa 224 Einwohnern zur Verbands-
gemeinde Neuerburg und befindet sich nur unweit entfernt von der luxemburgischen Grenze. Der Ortsname lässt sich von dem Wort "Roden" ableiten und könnte ein Hinweise darauf geben, dass erste Siedlungstätigkeiten am Ufer der Our zur Zeit der karolingischen Herrschaft (8./9. Jh.) stattfanden, als das Rheingebiet erschlossen wurde. Zweifelsfrei belegt ist die urkundliche Erstbenennung des Ortes für das Jahr 1154 durch eine Besitzbestätigung des damaligen Papstes Hadrian IV. Darüber hinaus bezeugen alte Kirchenbücher, dass sich bereits im 9. Jh. eine Kirche in Roth befand, die womöglich zur frühmittelalterlichen Großpfarrei Gegene gehörte. Daraufhin gründeten Tempelherren eine Kommende am Rande des Ortes, die der Region ent-
scheidende Wachstumsimpulse verlieh und den Einwohnern neben der Landwirtschaft ein zusätzliches Einkommen als Handwerker bzw. Tagelöhner bescherte. Ein Hinweis auf die Entstehung des Ordens findet sich auch in der Gründungsurkunde des Trinitarierhospitals von 1248 im benachbarten Vianden, welches bis zur Abtrennung der gemeinsamen Pfarrei ein Teil der Kommende war. 1312 übernahmen schließlich die Johanniter das Gelände des ehemaligen Ritterordens. In der Folge blieb die Kommende bis zur Säkularisation (1801) bestehen, obwohl sich die Anwesenheit der Komture sukzessiv verringerte. Im Zuge des Wiener Kongresses wurde die Pfarrei Roth schließlich aufgelöst und an das benachbarte Körperich übergeben. Der Ort selbst entwickelte sich trotz der Schließung weiter voran. Die Einwohnerzahl stieg und etliche Gebäude, die bis heute das Ortsbild der Gemeinde prägen, wurden errichtet. Neben einer Besichtigung der Kirche St. Peter und dem Schloss lohnt sich eine Wanderung zum Schloss Vianden in Luxemburg sowie zur "Königseiche" in den Kammerwald.

Die Region

Der Ort Roth an der Our befindet sich im Eifelkreis Bitburg-Prüm und gehört zur Verbandsgemeinde Neuerburg. Das dünnbesiedelte Gebiet liegt im äußersten Westen der Bundesrepublik Deutschland und wird vom südlichen Teil der Eifel durchzogen. Darüber hinaus befinden sich mit dem "Schwarzen Mann" und der "Schneifel" die beiden höchsten Berge in der Region. Das Neuerburger Land ist gekennzeichnet von einer einzigartigen Landschaft, in der es viel zu entdecken gibt. Nicht nur die reich-
haltige Geschichte, sondern auch die Natur verleiht der Region mit ihrem kulturellen Erbe sehr viel Charme. Eine Reise lohnt sich in vielen Fällen, egal ob man eine Wanderung oder Stadtbesichtigung plant, denn zu entdecken gibt es viele Attraktionen. Hierzu zählen unter anderem die romantischen Wege entlang der Mosel, eine Führung durch die Römerstadt Trier, eine Wanderung zum Schloss Vianden oder eine Erlebnistour durch die Vulkaneifel.

Empfohlene Zitierweise

Brauksiepe, Bernd: Roth an der Our - Johanniterkirche St. Peter. Touristische Informationen. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/eifel-ahr/roth-an-der-our-johanniterkirche-st-peter/touristische-informationen.html> (Letzter Aufruf: 21.09.19)