Klöster Mosel-Saar
Kapuzinerkloster St. Barbara, Bernkastel-Kues
Nachdem sich die Kapuziner in Trier 1615 niedergelassen hatten, suchten sie moselaufwärts neue Wirkungsstätten. Bevor 1623 die ersten Mönche nach Cochem kamen, engagierten sie sich ab 1619 in Bernkastel im Bereich von pastoralen Diensten und Jugenderziehung. 1641 ermöglichte ihnen das Trierer Domkapitel hier die Gründung einer Niederlassung, zunächst in der Karlstrasse.
Mit Unterstützung des Trierer Erzbischofs Karl Kaspar von der Leyen und der in Bernkastel stationierten spanischen Garnison wurde 1652 der Bau einer Kirche und eines Klosters auf einem Abhang unterhalb der Burg Landshut begonnen. Weihbischof Otto von Senheim weihte 1655 die Anlage ein. Im Dezember 1798 beherbergte das Kloster 12 Priestermönche und drei Laienbrüder.
Im Zusammenhang mit der Säkularisation erfolgte die Auflösung des Klosters. Am 24. Juni 1803 wurden Kloster, Garten und Hofbering für 5025 Frs. versteigert und kamen in den Besitz der Stadt Bernkastel und der katholischen Pfarrei. Beim großen Stadtbrand am 25. August 1857 brach im Dachgesims des Klosters ein Feuer aus. Pfarrhaus, Kloster und Kirche wurden ein Raub der Flammen. Von den Gebäuden blieben nur noch Mauern stehen. Von 1868 bis 1870 entstanden Kirche, Pfarrhaus, Schwesternkloster auf den alten Fundamenten.
Bei der Ausstattung erwähnenswert sind insbesondere drei barocke Altäre, ein Hoch- und zwei Nebenaltäre. 1935 wurde der Hochaltar zunächst in Veldenz lokalisiert. Dort jedoch war er dann abgängig geworden. 1977 haben die "Rheinischen Kunststätten" auf den Standort der drei Altäre in Welschbillig/Luxembourg verwiesen. Sie sind in der St. Martin-Kirche zu besichtigen.
Empfohlene Zitierweise
Bernd Brauksiepe: Bernkastel-Kues - Kapuzinerkloster St. Barbara. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/bernkastel-kues-kapuzinerkloster-st-barbara.html>
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