Klöster Mosel-Saar

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Ehemaliges Augustinerinnen-Kloster (Martinsklause), Cochem

Die urkundlich erste Erwähnung dieser Klause erfolgte im Jahr 1297 im Rahmen eines Tauschvertrages mit dem Sohn des Ritters Theoderich von Cocheim, genannt von Berne. Es ging um das Gebäude von Cochemer Augustinerinnen (Klausnerinnen) in der Nähe von  Pfarrkirche und der heutigen Bernestrasse. 1316 und in den folgenden Jahren erfolgten wiederholt schriftliche Erwähnungen der Klause. 1328 war belegbar eine "Gele, begina de Cocheme".

Als nur noch eine Klausnerin von den Einkünften leben konnte, inkorporierte am 20. April 1463 Erzbischof Johann II. von Trier die Einrichtung dem Kollegiatstift Pfalzel, wie dies bereits mit der Pfarrkirche zu Cochem geschehen war. Auch das Reklusorium neben der Pfarrkirche ist in der Literatur erwähnt, das vormals vier oder fünf Schwestern unterhalten hatte. 1478 verkaufte das Trierer Männerstift das Wohngebäude.

Die Wegbezeichnung „Auf der Klause“ in Cochem erinnert noch heute an die ehemalige Einrichtung.

Empfohlene Zitierweise

Bernd Brauksiepe: Cochem - Martinsklause. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/cochem-martinsklause.html> (Letzter Aufruf: 26.02.17)