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Trier - Johanniterkommende

Trier - Ehemalige Johanniterkommende

Geschichte und Entwicklung der Trierer Niederlassung des Johanniterordens sind nur lückenhaft dokumentiert. Gegründet wurde sie allem Anschein nach nach 1250. 1298 wird die in der Brotstraße gelegene Kommende mit angeschlossenem Hospital erstmals erwähnt. Später wurde sie in die ehemalige Templerkommende  nahe der Moselbrücke verlegt, die um 1312 in den Besitz der Johanniter übergegangen war. Das Anwesen in der Brotstraße wurde noch einige Zeit als Hospital genutzt, dann aber mehr und mehr dem Verfall preisgegeben, 1454  schließlich verkauft und wenig später zur Heimstatt eines Franziskanerinnenkonvents . Nach 1480, die Johanniter hatten gerade das Patronatsrecht über die Pfarrkirche St. Maria zur Brücke an das Stift St. Paulin verloren, bricht die ohnehin spärliche Überlieferung nahezu ab. Aufzeichnungen aus der Zeit um 1800 beschreiben die Kommende als einen Komplex aus einer kleinen Kirche mit hölzernem Turm und einem ältlichen Wohnhaus, das sich in einem schlechten baulichen Zustand befunden zu haben scheint. Nach Säkularisation und Abriss in den Jahren 1802 bzw. 1804 ist sie aus dem heutigen Stadtbild verschwunden.

Empfohlene Zitierweise

Christian König: Trier - Johanniterkommende. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/trier-johanniterkommende.html> (Letzter Aufruf: 23.08.17)