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Trier - St. Martin auf dem Berge

Trier - St. Martin auf dem Berge

St. Martin auf dem Berge, nicht zu verwechseln mit der fast gleichnamigen Benediktinerabtei, war ein Frauenkloster auf dem Trierer Petrisberg, dessen Anfänge der Überlieferung nach in die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts zurückreichen. Über seine Geschichte und Entwicklung ist so gut wie nichts bekannt, erstmals sicher bezeugt ist der Konvent erst 1234. 1235/1236 nahmen die Nonnen die Dominikanerregel an. 1288 verließ die Gemeinschaft den Petrisberg und siedelte sich am Moselufer an. Anwesen und Besitz des Martinsklosters wurden, wie Bulle Papst Sixtus‘ IV. von 1476 bestätigt, dem neuen Kloster St. Katharinen inkorporiert. Aus dem päpstlichen Dokument geht auch hervor, dass die aufgegebene Klosteranlage in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts mindestens stark baufällig gewesen ist. Instandgesetzt, wurde es zwischenzeitlich von einem Männerkonvent bewohnt, für den 1586 ein Prior bezeugt ist, über den aber sonst keine Nachrichten vorliegen. Endgültig zerstört wurde die Anlage vermutlich 1674, als französische Truppen alle den Stadtmauern vorgelagerten Bauten niederlegten, um sich ein freies Schussfeld zu schaffen.

Empfohlene Zitierweise

König, Christian: Trier - St. Martin auf dem Berge. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/trier-st-martin-auf-dem-berge.html> (Letzter Aufruf: 22.02.17)