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Trier - St. Symphorian

Historischer Standort

GEO:49.7636260275556, 6.63422570670631

St. Symphorian in Trier

Am südlichen Rand von Zurlauben, unweit der heutigen Kaiser-Wilhelm-Brücke, lag früher das Nonnenkloster St. Symphorian, die erste rein monastische Gründung eines Frauenklosters in Trier. Ins Leben gerufen wurde es in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts von Bischof Modoald (* vor 584/90, † 645/48), erste Äbtissin war Modoalds Schwester Severa, die den Konvent von Anfang an gemäß der Benediktinerregel geleitet hat.

Die Abtei hatte nicht lange Bestand. Ein Teil ihrer ursprünglich umfangreichen Besitzungen ging bereits im 8. Jahrhundert verloren, 882 wurde sie von den Normannen geplündert. Mit diesem Ereignis bricht die Überlieferung ab, möglicherweise dauerte es aber noch eine gewisse Zeit, bis das Kloster endgültig aufgehoben wurde.

Seine verbliebenen Güter fielen teils an St. Paulin, teils an St. Martin, an das auch die 864 erstmals erwähnte Kirche St. Symphorian übergeben wurde. Sie ist noch 1057 und 1393 als Pfarrkirche bezeugt, ihre letzten sichtbaren Reste wurden 1665 niedergelegt.

Empfohlene Zitierweise

König, Christian: Trier - St. Symphorian. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/trier-st-symphorian.html> (Letzter Aufruf: 22.02.17)