Klöster in Rheinhessen

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Alzey - Kloster zu den Klingen

Kloster zu den Klingen

Das Kloster zu den Klingen, auch Neues Kloster genannt, ging Anfang des 13. Jahrhunderts aus einer Beginengemeinschaft hervor, die sich den Alzeyer Augustinerprior zum geistlichen Vater gewählt hatte. Am 28.10.1299 gestattete dieser den Damen Gela, Lukardis und Irmel, die ihm im Gewand der Beginen als ihrem geistlichen Vater Gehorsam versprochen hatten, Güter in Nierstein an das Mainzer Johannisstift zu verkaufen. Später schlossen sich die Beginen dem Orden der Augustinereremiten an. Das Klösterchen, dem offensichtlich auch Töchter des Niederadels der Umgebung angehört hatten, scheint es nie zu besonderem Reichtum gebracht zu haben – Güter in Bingen, Münster und Sarmsheim mussten 1363 wegen der Armut des Klosters an Erzbischof Gerlach von Mainz verkauft werden und eine von der Abtei Münsterdreisen erworbene jährliche Rente in Höhe von 15 Gulden musste später an das Alzeyer Augustinerkloster verpfändet werden. Mit Erlaubnis des Papstes und des Pfalzgrafen erwarb der Vikar des Augustinerordens Lesemeister Siegfried zu Speyer am Ende des 15. Jahrhunderts das Kloster und übergab es am 2. Juli 1499 dem Alzeyer Augustinerkonvent.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Alzey - Kloster zu den Klingen. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/alzey-kloster-zu-den-klingen.html> (Letzter Aufruf: 21.10.17)