Klöster in Rheinhessen

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Antoniter

Das Oppenheimer Antoniterkloster war eine abhängige Praeceptorei der um 1250 gegründeten Antoniterniederlassung in Alzey. Angeblich wurde es schon 1287 unter Rudolf von Habsburg gegründet, doch erst im Jahre 1300 wird es in einer Seelgerätstiftung des Ritters Werner von Saulheim urkundlich erwähnt. Nachdem die Antoniter schon vor der Reformation ihr Kloster verlassen hatten, wurden die Einkünfte des Klosters im Jahre 1551 der Heidelberger Universität zugewiesen und von dieser 1553 im Zuge eines Tausches an die kurfürstliche Hofkammer gegeben.
Die im Westen von Oppenheim zunächst noch vor der Stadttor und vor dem inneren Gautor gelegene und erst im 14. Jahrhundert in den Befestigungsgürtel einbezogene gotische Klosterkirche, in der noch 1625 Bestattungen stattfanden, brannte bei den Verheerungen des Jahres 1689 aus, wurde im 18. Jahrhundert allerdings wiederhergestellt und 1806 als Friedhofskapelle und Leichenhalle umgebaut. Um 1970 fielen die alten Mauern einem Neubau zum Opfer.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Oppenheim - Antoniter. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/oppenheim-antoniter.html> (Letzter Aufruf: 26.02.17)