Klöster in Rheinhessen

Zur Übersichtskarte der Region

Worms - Kirschgarten

GEO:49.6317,8.35991

Kirschgarten

Der Wormser Bischof Heinrich von Saarbrücken (1217/1234) begann 1226 mit der Ansiedlung einer klösterlichen Gemeinschaft im Gartengebiet der Stadt Worms. Es handelte sich um ein bischöfliches Eigenkloster. Erstmals urkundlich belegt findet sich das Kloster im Jahr 1236.
Der ursprüngliche Name lautete „Mariengarten“ (ortum [!] beatae virginis), doch setzte sich seit dem späten Mittelalter der Name Kirschgarten durch.
Mit der Annahme der Zisterzienserregel (um 1237) wurde der sich über ca. zehn Jahre erstreckender Gründungsprozess zum Abschluss gebracht.
Ab 1430 war das Kloster weitgehend verlassen. Einige Versuche des Wormser Bischofs Freidrich von Domneck (1426/1445)  eine Neugründung der Zistzienserinnen zu etablieren scheiterten, da die Äbte von Schönau und Maulbronn, die angesprochen worden waren, nicht nach Worms siedeln wollten. Eine Urkunde des Konzils von Basel forderte 1435 vom Wormser Bischof den Wiederaufbau des Klosters. Er und Pfalzgraf Friedrich IV. wandten sich an die Windesheimer Kongregation der Augustinerchorherren. 1443 zogen Augustinerchorherren aus Böddeken in Kloster Kirschgarten ein.
Während des Bauernkrieges wurde das Kloster 1525 durch aufständische Wormser Bürger zerstört.

Empfohlene Zitierweise

Rommel, Martina: Worms - Kirschgarten. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/worms-kirschgarten.html> (Letzter Aufruf: 14.12.17)