Klöster Eifel-Ahr

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Niederprüm - Benediktinerinnenkloster

Adressen

Pfarrkirche St. Gordian und
St. Epimachus
St.-Vither-Straße54595 NiederprümTel 06561/852Fax 06551/7224Webseite
Verbandsgemeinde Prüm Tiergartenstraße 5454595 PrümTel 06551/9430Fax 06551/943133Webseite
Eifel Tourismus GmbH Kalvarienbergstr. 154595 PrümTel 06551/96560Webseite

Hinweise

Wandern

Die Region bietet eine Vielzahl von attraktiven Wander- und Fahrradwegen. Allgemeine Infos können Sie auf folgender Webseite abrufen.

Wanderweg Eifelsteig

Von Aachen bis Trier führt ein alter Wanderweg über eine Distanz von 313 km. Infos zu den Streckenabschnitten finden Sie hier.

Gastronomie

Restaurant Kölner Hof Tiergartenstraße 2054595 PrümTel 06551/2503Webseite
Restaurant Zur alten Abtei Hahnplatz 2454595 PrümTel 06551/2360Webseite
Landhotel am Wenzelbach Familie Werner ArensKreuzerweg 3054595 PrümTel 06551/95380Fax 06551/953839Webseite

Touristische Informationen

Das Kloster

Das im 17. Jahrhundert errichtete Benediktinerinnenkloster in Niederprüm besaß bis zur Säkularisation ein hohes Ansehen in der Region. Heute beherbergt die Anlage ein Gymnasium der Vinzentiner mit einer barocken Pfarrkirche aus dem Jahr 1677. Der rechteckige Saalbau besticht durch ein rippenloses Kreuzgewölbe, welches durch Strebepfeiler gestützt wird. Während in der Südostecke die glanzvolle Sakristei mit ihrer ornamentalen Stuckdecke den besonderem Stellenwert der Kirche hervorhebt, befindet sich an der Südseite eine weitaus kleinere, kreuzgewölbte Vorhalle mit einem Pilasterportal von 1678. Aus der Erbauungszeit stammen - neben dem Hochaltar - die Kanzel, das Chorgestühl und die kleine Äbtissinnenempore an der Nordwand. Heute wird die Klosteranlage in Niederprüm vorwiegend als Missionsschule genutzt. Darüber hinaus können Besucher die katholische Pfarrkirche St. Gordian und St. Epimachus beinahe täglich ohne Umwege besichtigen.

Der Ort

Niederprüm ist ein Stadtteil der etwa zwei Kilometer entfernten Verbandsgemeinde Prüm in der Westeifel. Der Name Prüm leitet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit vom keltischen Begriff „briman“ ab, was soviel wie "rauschen" bedeutet, und sich im doppeldeutigen Sinne sowohl auf einen Ort als auch auf einen Fluss bezieht. Im Jahr 2011 besaß die Verbandsgemeinde, laut dem statistischen Landesamt von Rheinland-Pfalz, eine Bevölkerungszahl von 5.276 Einwohnern. Obwohl die Ortschaft bereits im Jahr 762 im Zusammenhang mit einer Schenkung des Hofguts Niederprüm an die Abtei in Prüm erwähnt wird, setzte erst gegen Ende des 12. Jahrhunderts mit der Gründung des Benediktinerinnenklosters eine verstärkte Besiedlung der Ortschaft ein. Im Zuge weiterer Schenkungen an das Kloster entstand zwischen 1285 und 1296 unter anderem der so genannte Niederprümer Hof in Schweich an der Mosel, der heute noch besichtigt werden kann und der mehrere Ausstellung beherbergt. Prüm besitzt neben der katholischen Pfarrkirche noch weitere Sehenswürdigkeiten wie die St. Salvator Basilika und eine barocke Abtei, die nach den Plänen Balthasar Neumanns 1748 mit einem prächtigen Portal und einem glanzvollen Kaisersaal ausgestattet wurde. Ein Museum im städtischen Rathaus sowie eine Informationsstätte zu Mensch und Natur geben darüber hinaus weitere interessante Einblicke in die Geschichte der Region. In diesem Zusammenhang erinnert beispielsweise ein riesiger Explosionskrater am Kalvarienberg an eine Brandkatastrophe aus dem Jahr 1949, als in einem Stollen rund 500 Tonnen Sprengstoff unkontrolliert explodierten. Bei der Katastrophe kamen zwölf Menschen ums Leben - dutzende Häuser wurden zerstört.

Ein regelmäßiger Höhepunkt im Hinblick auf die jährlich stattfindenden Veranstaltungen stellt der "Prümer Sommer" dar. Auf dem Stadtfest, welches alljährlich zwischen Juni und August eröffnet wird, werden nicht nur spannende Wettbewerbe, sondern auch eine Vielzahl von unterhaltsamen Abendveranstaltungen angeboten. Zudem werden an jeweils vier Sonntagen verschiedene Konzerte vor der städtischen Basilika abgehalten.

Die Region

Niederprüm liegt im Norden des Eifelkreises Bitburg-Prüm und zählt aufgrund seiner peripheren Lage zu den schwächeren Strukturregionen in Rheinland-Pfalz. Im Osten grenzen die Landkreise Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich an die Region, im Süden der Landkreis Trier-Saarburg. Die westlichen Anreiner sind das Großherzogtum Luxemburg und das Königreich Belgien. Die Region Bitburg-Prüm zeichnet sich durch weite Gebirgszüge aus, in denen sich die höchste Erhebung der Eifel - der Schwarze Mann - mit einer Höhe von 698 Meter befindet. Während die Flüsse Our und Sauer den natürlichen Grenzverlauf zu Luxemburg bilden, durchfließen noch weitere Kleinflüsse wie die Kyll, Prüm und Nims die Region. Das Gebiet offenbart eine Reihe von interessanten Sehenswürdigkeiten, die vor allem im Zusammenhang mit der Natur einen hohen Grad an Entspannung und Erholung bietet. Besondere Attraktion in der Region sind unter anderem das Wander- und Erholungsgebiet "Oberes Ourtal", der Brunnen- und Skulpturpark in Prüm sowie die Römervilla Otrang in Fließem.

Empfohlene Zitierweise

Brauksiepe, Bernd: Niederprüm - Benediktinerinnenkloster. Touristische Informationen. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/eifel-ahr/niederpruem-benediktinerinnenkloster/touristische-informationen.html> (Letzter Aufruf: 21.09.19)