Klöster Eifel-Ahr

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GEO:50.543116,7.257665

Ehemaliges Kapuziner- und Minoritenkloster Helenenberg (Sinzig)

Außerhalb der Stadtmauern von Sinzig stand „An der Lee“ eine Kapelle, die dem heiligen Mauritius und den Thebäischen Märtyrern geweiht war. Nachdem Kapuziner an dieser Stelle ohne bleibenden Erfolg ein Kloster gegründet hatten, wurden sie 1648 von Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm durch die zur Ordensfamilie der Franziskaner gehörenden Minoriten abgelöst. Der Pfalzgraf überließ dem Orden den Platz zur Errichtung einer Schule, die zwischen 1649 und 1651 erbaut wurde. Darüber hinaus wurden ein Klostergebäude und eine Kirche zusätzlich noch errichtet. Mitglieder des Menoriten-
klosters sollen zeitweise auch die Betreuung der Kapelle des Schlosses Ahrenthal in Sinzig übernommen haben.

Mit der Säkularisation kam 1802 die Aufhebung des Klosters, ehe der Abriss der Kirche im Jahre 1806 erfolgte. Von der einstigen Klosteranlage selbst steht heute nur noch das Konvent, welches aus der Zeit nach 1750 stammt. Im Garten der Anlage befindet sich zudem noch eine rechteckige Sandsteinplatte mit einer Inschrift, die im Dezember 1752 abgefasst worden ist. Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb schließlich der Maler Karl Andreae, welcher schon das Sinziger Schloss ausmalte, die restlichen Klostergebäude.

Empfohlene Zitierweise

Brauksiepe, Bernd: Sinzig - Kloster Helenenberg. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/eifel-ahr/sinzig-kloster-helenenberg.html> (Letzter Aufruf: 13.12.18)