Klöster Hunsrück-Naheland

Zur Übersicht

Odernheim am Glan - Kloster Disibodenberg

Grabplatten auf dem Disibodenberg

Disibodenberg - Grabplatten[Bild: IGL]
Kloster Disibodenberg - Spätmittelalterliche Grabplatten[Bild: Eberhard J. Nikitsch]

Im Sommer 1985 wurde vom damaligen Landesamt für Denkmalpflege in Rheinland - Pfalz mit einer umfassenden Bauaufnahme des gesamten Klostergeländes begonnen. Dabei stieß man sowohl im Kreuzgang als auch im Kapitelsaal auf zahlreiche Grabplatten, die teilweise noch sehr gut erhalten waren und die hauptsächlich aus der Zeit des 14. Jahrhunderts stammten. Lediglich ein kleiner Teil von ihnen war schon durch die Aufzeichnungen des Mainzer Domvikars und Archivars Georg Helwich bekannt. Welchem Personenkreis können diese Grabplatten zugeordnet werden?

 

Kloster Disibodenberg - Grabplatte Abt Jakob XIV.[Bild: Eberhard J. Nikitsch]

Erstaunlicherweise bewahrt nur ein sehr kleiner Teil von ihnen das Andenken an Klosterangehörige, Äbte und Mönche, darunter "eine seltene Doppelgrabplatte sowie eine großartig gearbeitete, aus 18 Bruchstücken rekonstruierte Grabplatte aus dem Jahre 1371 für Jakob, den 14. Abt der Zisterzienser" (Nikitsch, Entdeckung, Abguss und Bedeutung, S. 14). Die überwiegende Mehrzahl der Platten stammt von Adligen, die, teilweise mit ihren Frauen, im Kloster ihre letzte Ruhestätte gefunden haben; freilich hat sich auf diesem Wege auch die Erinnerung an sechs Beginen erhalten, die aus Dörfern der Umgebung stammten und wohl in einer Beginenklause in Sobernheim zusammengelebt hatten.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Odernheim am Glan - Kloster Disibodenberg. Grabplatten. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/hunsrueck-naheland/odernheim-am-glan-kloster-disibodenberg/grabplatten.html> (Letzter Aufruf: 24.06.19)