Klöster am Mittelrhein

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Urbar - Franziskanerinnenkloster Besselich

Hinweise

Touristische Informationen

Das Kloster

Nach Sanierungsarbeiten und ergänzenden Bauten durch einen privaten Investor in den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende kann Gut Besselich heute für Veranstaltungen aller Art, z. B. Hochzeiten und Konferenzen etc. kostenpflichtig genutzt werden. Von den Klostergebäuden sind noch das Konventsgebäude, der Erweiterungsbau (ehemals: Brau- und Waschhaus im Erdgeschoss, im Obergeschoss Zellen) sowie das ehemalige Wirtschaftsgebäude erhalten. Von der Klosterkirche zeugt vor Ort lediglich noch ein Teil einer romanischen Altarplatte, die nach 1808 als Tischplatte im Garten diente.

Der Ort

Die Ortsgemeinde Urbar, in der Besselich liegt, gehört zu den ältesten Siedlungen der Region. Die terrassierte Lage oberhalb des rechten Rheinufers gestattet eine schöne Aussicht über die Stadt Koblenz und über den Rhein mit der Rheininsel Niederwerth. Das zu Urbar gehörige Mallendarer Bachtal, ein Naherholungsgebiet, das unter Landschaftsschutz steht, lädt zu Spaziergängen ein.

Die Region

Nur wenige Kilometer südwestlich von Urbar liegt die Stadt Koblenz, die mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmälern aufwartet; auf der rechten Rheinseite ist insbesondere die Festung Ehrenbreitstein zu nennen.

Unterhalb Besselichs liegt die Rheininsel Niederwerth mit der ehemaligen Klosterkirche St. Georg, deren spätgotische Wand- und Gewölbemalereien zu den schönsten am Mittelrhein gehören. 

Unmittelbar nördlich an Urbar grenzt die Stadt Vallendar. Die neuromanische Vallendarer Kirche St. Marzellinus und Petrus aus dem 19. Jahrhundert ist die größte Hallenkirche am Mittelrhein; zu ihr gehört ein spätgotischer Turm von ca. 1501. In der Innenstadt finden sich zahlreiche Bürger- und Fachwerkhäuser. Vom Augustinerinnenkloster Schönstatt im gleichnamigen Stadtteil ist ein romanischer Turm der ehemaligen Doppelturmfassade erhalten geblieben.

In nordwestlicher Richtung von Urbar befindet sich die Stadt Bendorf mit Schloss, Burgruine und Abtei Sayn. Im neugotischen Schloss Sayn, das auf ein spätmittelalterliches Burghaus zurückgeht, ist heute das Rheinische Eisenkunstguss-Museum ansässig; der Schlosspark ist ein englischer Landschaftsgarten des 19. Jahrhunderts. Über die Burgruine Sayn, den im 12. Jahrhundert erbauten Stammsitz der Grafen von Sayn, verlaufen die Wanderwege Rheinsteig und Saynsteig. Mit der Sayner Hütte ist außerdem ein Industriedenkmal in Bendorf vertreten.

Empfohlene Zitierweise

F. Büren: Urbar - Franziskanerinnenkloster Besselich. Touristische Informationen. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mittelrhein-lahn-taunus/urbar-franziskanerinnenkloster-besselich/touristische-informationen.html> (Letzter Aufruf: 17.11.19)