Klöster in Rheinhessen

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Geschichtlicher Abriss

Mainzer Augustinerkloster

Der Zeitpunkt, zu dem der Orden der Augustiner sich in Mainz niederließ, ist nicht mehr bekannt. Möglicherweise geschah dies unter Erzbischof Werner von Eppstein (1259/1284). TH. BERGER datiert die erste Ankunft der Augustiner in die Zeit vor 1260. Aus diesem Jahr stammt nämlich der erste urkundliche Nachweis für eine Niederlassung in Mainz (16.12.1260).
Eine Urkunde vom 14.3.1264 belegt eine Gebetsverbrüderung der Augustiner mit den Bene-diktinerkloster St. Jakob, was dafür spricht, dass der Orden zu diesem Zeitpunkt in Mainz bereits eine feste Größe war.
Förderung erfuhr der Orden eventuell durch Erzbischof Werner selbst oder (auch) durch das Mainzer Liebfrauenstift, von dem der Orden Häuser mietete (1273, 1274, 1284). Einer der Kanoniker der Liebfrauenstiftes bedachte die Augustiner testamentarisch, ebenso wie auch Angehörige des Domstifts (Testament des Kaplans des Dompropstes, 1297).
Am 9.7.1265 erteilte der Erzbischof den Augustinern die Erlaubnis, in der Diözese zu predigen und Ablass zu erteilen. 1282 erfolgte die Erteilung von Ablässen durch den Bischof von Eichstätt für mehrere Augustinerkirchen, darunter Mainz; 1328 erfolgte eine Privilegienbestätigung für die Augustiner in Mainz, Alzey und Friedberg.
Der Konvent besaß in Mainz eine eigene Studieneinrichtung; 1627 sandte der Orden Kölner Professoren und Studenten nach Mainz, um sie zu verbessern.
1802 wurde das Kloster aufgehoben.

Empfohlene Zitierweise

Rommel, Martina: Mainz - Augustiner. Geschichtlicher Abriss. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-augustiner/geschichtlicher-abriss.html> (Letzter Aufruf: 14.12.18)