Klöster in Rheinhessen

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Besitz und Einkünfte

Die Lokalisierung der Klostergebäude ist nicht eindeutig. Sie befanden sich nach Wagner/Schneider, die sich dabei auf die Angaben von Weißheimer stützen, östlich der Schleifgasse. Nach anderen Quellen befanden sie sich westlich des Johannitergutes an der Einmündung der genannten Straße[Anm. 1].

Der Besitz der Niederlassung ist nicht eigens verzeichnet; er wurde stets gemeinsam mit dem des Templerordens genannt. Eigentum, Besitzungen, Rechte und Gut waren 1272 bei der Incorporation an ihn übergegangen. Der 1280 den Templern gewährte Wegschnitt wurde auch den Nonnen überlassen.

Der an zwei Pächter verpachtete Besitz („Mühlheimer Hofgut“) wurde 1810 für 68.600 Fr. versteigert: beschrieben wurde er als Hofgut mit Wohngebäude, Bering, Hof, Garten, Baumgarten, Weinberg und Ackerland[Anm. 2]. Der Schätzpreis hatte 48.300 Fr. betragen; Käufer war David Moellinger aus Monsheim.

Die starken Grundmauern des Klosters wurden nach 1830 abgebrochen[Anm. 3]. Dabei wurden außer einer Wasserleitung Schieferplatten vom Dach des ehemaligen Klosters gefunden, ebenso eine mit gebrannten Ziegelplatten belegte Stelle. Nach dem von B.Schnabel herangezogenen Bericht von J.Weißheimer habe man „eine Menge Menschenrippen“ (S.108) auf dem Richtung Bechtheim gelegenen Terrain gefunden.

Anmerkungen:

  1. Vgl. Schnabel, S. 108 Zurück
  2. Vgl. Schieder, Mediatisierung, S. 22, Nr. 9331 Zurück
  3. Vgl. Wagner / Schneider, S. 157 Zurück

Empfohlene Zitierweise

Martina Rommel: Osthofen/Mühlheim - St. Margaretha. Besitz und Einkünfte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/osthofenmuehlheim-st-margaretha/besitz-und-einkuenfte.html> (Letzter Aufruf: 21.05.19)