Klöster Eifel-Ahr

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Wehr - Prämonstratenserpropstei, Pfarrkirche St. Potentius

Adressen

Ortsgemeinde Wehr
Gleeser Straße 12
56653 Wehr
Tel.: 02636/8588
Fax: 02636/6300
E-Mail
Webseite

Verbandsgemeinde
Brohltal-Niederzissen

Kapellenstraße 12
56651 Niederzissen
Tel.: 02636/97400
Fax: 02636/80146
E-Mail
Webseite

Vulkanpark Brohltal/
Laacher See
Touristen-Information Brohltal
Kapellenstraße 12
56651 Niederzissen
Tel.: 02636/19433
Fax: 02636/80146
E-Mail
Webseite

Hinweise

Wandern

Auf fünf verschiedenen Geo-
Pfad-Routen können Sie sich einen Eindruck von der einzig-
artigen Landschaft verschaffen.

Unteres Brohltal: Trasshöhlenweg

Mittleres Brohltal: Burgpanoramaweg

Oberes Brohltal: Tuffsteinweg

Laacher See:
Laacher Rundweg

Vinxtbachtal:
Vinxtbachtaler

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Geoparks Vulkanland Eifel.

Gastronomie

Landgasthof "Zum Bockshahn"
Inh. Martina Nett
Mittelstraße 12
56746 Spessart
Tel.: 02655/941390
Fax: 02655/9413939
E-Mail
Webseite

Kastellaney Burg Olbrück
Inh. Brigitte Keiper
Burgstrasse 56651
Niederdürenbach-Hain
Tel.: 02636/968940
Fax: 02636/968941
E-Mail
Webseite

Touristische Informationen

Die Kirche

Die vermutlich um 1230 errichtete Klosterkirche zählt, neben Maria Laach, zu den schönsten klerikalen Gebäuden in der östlichen Eifel. Während die einzelnen Kirchen-
bestandteile im Laufe der Zeit des Öfteren umgebaut wurden, kann insbesondere der Turm seit über 800 Jahren auf ein unverändertes Aussehen zurückweisen. Während die geschlossenen unteren Ebenen noch eine gewisse Wehrhaftigkeit ausdrücken, geben die oberen Stockwerke mit den verzierten Rundbögenfenstern bereits einen Hinweis auf die barocke Innenausstattung der Kirche.

Im 1702 errichteten Kirchenschiff von St. Potentius erwartet die Besucher eine reich-
verzierte barocke Ausstattung, wobei im vorderen Kirchenbereich ein Ensemble aus drei Altären besonders hervorsticht - allein der zentrale Hochaltar besitzt eine Größe von zehn Metern, während die beiden seitlichen Altäre nur unwesentlich niedriger sind. Gestaltet wurden diese mit goldenem Akanthusblattwerk und etlichen Heiligenbildern, die den Betrachter sinngemäß ansprechen sollen. Der Hochaltar besitzt als typisches Merkmal der barocken Kunst eine auf Fernsicht berechnete Gestaltung. Darüber hinaus lassen sich aber auch aus kurzer Distanz zahlreiche Holzschnitztechniken erkennen, welche die Kindheit Jesus hervorheben. Die Hauptbilder des Hochaltars sowie der beiden Seitenaltäre können über ein Drehtabernakel ausgewechselt werden. Im Hinblick auf die verspielte Umsetzung der verschiedenen Blumen- und Pflanzenmotive werden bestimmte spätbarocke Kunstmerkmale innerhalb der Kirche rasch sichtbar.

Der Ort

Die Ortschaft Wehr in der Osteifel gehört zur Verbandsgemeinde Brohltal und liegt nur unweit entfernt vom Laacher See in der Nähe von Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Historische Funde könnten einen Hinweise darauf geben, dass einzelne Siedlungs-
formen im Wehrer Talkessel bereits in der Römerzeit entstanden sein könnten. Leider lässt sich diese Vermutung heute nicht mehr zweifelsfrei verifizieren. Einen genauen Beleg für die erste Erwähnung von Wehr übermittelt hingegen eine Bestätigung des damaligen Papstes Innozenz II., der den Ort im Jahre 1136 schriftlich erwähnen ließ. Vermutlich errichteten jedoch schon um 920 verschiedene klerikale Vertreter ein Kloster am Rande des Ortes, in welches schließlich eine Prämonstratenser-Abtei zog. In der darauffolgenden Zeit entwickelte sich die Einrichtung nicht nur zu einem geistigen Zentrum, sondern auch zu einem wichtigen Arbeitgeber für die Einwohner in der Region. In diesem Zusammenhang konnte Mitte des 13. Jahrhunderts eine Kirche errichtet werden, die im Jahre 1702 schließlich ihr heutiges barockes Aussehen erhielt. Die Prämonstratenser blieben danach noch bis zur Säkularisation (1802) in Wehr, ehe das Kloster für verschiedene Zwecke umfunktioniert wurde und die Anlage zu Beginn der 1920er Jahre in den Besitz eines Salvatorianerordens überging. Die Kirche Sankt Potentius wurde hingegen im 19. Jahrhundert in eine Pfarrkirche der Gemeinde Wehr umgewandelt und bietet sich als Startpunkt für weitere Erkundungen in der Region an.

Die Region

Die Landschaft wird geprägt von der östlichen Höhenzügen der Eifel und der einzig-
artigen Natur des Vulkanparks Brohltal. Neben verschiedenen Möglichkeiten für eine ausgedehnte Wander- oder Radtour lohnt sich eine Besichtigung der mittelalterlichen Burg Olbrück, deren Ruinen als Zeugnisse einer wechselvollen Geschichte sowohl von Brohl als auch von Wehr angesehen werden können. Abseits der historischen Aufarbeitung bietet sich eine Fahrt mit der dampfbetriebenen Brohttalbahn an, mit der man bequem über Viadukte und Brücken durch die Vulkaneifel reist. Darüber hinaus besitzt die Region eine Vielzahl von älteren Kirchen, die einen kunsthistorischen Einblick in längst vergangene Epochen der Romanik und Gotik geben. Ein Besuch in Maria Laach, eine der wichtigsten und opulentesten Abteien in der Region, sollte in diesem Zusammenhang unbedingt mit eingeplant werden. Zusätzlich bietet sich die Region sowohl für einfache als auch anspruchsvolle Wanderungen an. Entlang des Rheins oder über die Vulkaneifel lässt sich die Landschaft in vollen Zügen genießen.

Empfohlene Zitierweise

Brauksiepe, Bernd: Wehr - Prämonstratenserpropstei, Pfarrkirche St. Potentius. Touristische Informationen. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/eifel-ahr/wehr-praemonstratenserpropstei-pfarrkirche-st-potentius/touristische-informationen.html> (Letzter Aufruf: 15.11.19)