Klöster in Rheinhessen

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Historischer Standort

GEO:49.989835605286075,8.25474500656128

Dalen - Maria Dalheim

Die Frühzeit des im Zahlbacher Tal gegenüber den Römersteinen gelegenen Klosters Dalen ist mit vielen Fragen verbunden. 1145 hat Erzbischof Heinrich I. von Mainz dieses, damals vielleicht eine kleine Mönchspropstei, vielleicht auch nur ein größerer Wirtschaftshof, wahrscheinlich vom Benediktinerkloster Disibodenberg gegen die Kirche von Staudernheim eingetauscht und in der Folgezeit zu einem Kloster ausgebaut, welches vielleicht erst unter seinem Nachfolger Arnold von Selenhofen vollendet war. Schon früh finden sich auch Frauen im Klosterbereich, so dass mit der Möglichkeit eines Doppelklosters gerechnet werden muss. Bald nach der Zerstörung von Dalen im Kampf König Konrads IV. gegen Wilhelm von Holland im Jahre 1250 ist dann allerdings nur noch ein Frauenkonvent nachweisbar, der durch Erzbischof Werner von Eppstein (1259-1284) 1265 dem Zisterzienserkloster Eberbach im Rheingau übertragen wurde, dessen Abt teilweise die Befugnisse eines Vaterabtes erhielt. Schenkungen, Käufe und umsichtiges Wirtschaften führten in der Folgezeit zu einem beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung, in Zahlbach und Bretzenheim konnte die Äbtissin sogar die Vogteirechte erwerben. 1793 wurde das Kloster geplündert und niedergebrannt und auch in der Folgezeit noch weiter zerstört. Die Aufhebung erfolgte 1802.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Mainz - Dalen - Maria Dalheim. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-dalen-maria-dalheim.html> (Letzter Aufruf: 26.02.17)