Klöster in Rheinhessen

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Besitz- und Wirtschaftsgeschichte des Karmeliterklosters (Mainz)

Besitz

Der Umstand, dass der Kirche des Ordens umfangreiche Zuwendungen gemacht wurden, zeigt, dass der Orden in Mainz in hohem Ansehen stand. Bereits 1293 bedachte ein Mainzer Kanoniker Otto das Kloster in seinem Testament. Den Bettelorden war gestattet, zu bestimmten Tagen („Terminen“) in der Stadt und ihrer Umgebung bis hin in den Rheingau Naturalien zu sammeln. In Wetzlar bestand schon seit 1335 ein Termineihaus der Mainzer Karmeliter.
Am 12.9.1464 erhielten die Karmeliter von Erzbischof Adolf II. von Nassau ein in der Nähe des Klosters gelegenes Hofgebäude, das bis 1462 Trinkstube der Löher gewesen war. Anlass für die Schenkung war das Verhalten der Karmeliter in der Mainzer Stiftsfehde gewesen. Der Konvent hatte sich von in dem Streit zwischen Adolf II. von Nassau und dem durch den Papst abgesetzten Diether von Isenburg um den Mainzer Erzbischofsstuhl auf die Seite Adolf II. von Nassau gestellt.
Im 18. Jahrhundert nachgewiesen ist außer dem Klostergebäude ein weiteres Haus in Mainz, weitere Hausgrundstücke besaß der Orden in Kastel und Hochheim. Dem Kloster gehörten Weingüter, Weinberge und Ackerland in Mainz, Bretzenheim, Laubenheim, Marienborn, Kastel und Hochheim. Bei der Übersicht der 1802 versteigerten Güter findet sich für Bretzenheim kein Hinweis mehr, hingegen Angaben zu Besitz in Gaulsheim und Stadecken und Weiler (Departement Mosel).

Empfohlene Zitierweise

Rommel, Martina: Mainz - Karmeliten. Besitz- und Wirtschaftsgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-karmeliten/besitz-und-wirtschaftsgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 21.07.19)