Klöster in Rheinhessen

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Besitz- und Wirtschaftsgeschichte Kloster St. Paul (Worms)

Die Gründungsausstattung stammte aus der Besitzmasse der Salier.
Eine möglicherweise gefälschte Urkunde nennt frühe Besitzkomplexe in der Gegend um Heidelberg, um Hofheim/Ried sowie im Odenwald. Dazu trat die sog. Immunität im Bereich der Stadt Worms.
Eine umfangreiche Besitzübertragung erfolgte angeblich durch den ersten Propst des Stiftes.
Eine 1139 durch Bischof Buggo ausgestellte Urkunde übertrug dem Stift zur wirtschaftlichen Aufbesserung u.a. die Kirche von Eich. Auch die Inkorporierung der Rupertuspfarrei (1194/ 1197) ist in Zusammenhang mit einer Verbesserung der ökonomischen Lage des Stiftes zu bringen.
Seit dem 12. Jahrhundert als Stiftsbesitz nachweisbar ist auch die im Stadtgebiet befindliche Lochmühle. Auch finden sich Hinweise auf die Neuanlegung von Weinbergen.
Durch die Brände und Schäden durch Hochwasser sowie die schlechte Wirtschaftsverwaltung seitens der Kanoniker wie der Ministerialen befand sich das Stift in einer wirtschaftlich schwachen Situation.
Um 1200 besaßen das Wormser Kollegiatstift St. Martin und das Paulusstift zwei Drittel des Bachlaufes (Eisbach), der durch Worms und unmittelbar am Stiftsbezirk vorbei und durch ihn hindurch floss, bevor er im sog. Woog endete.

Empfohlene Zitierweise

Rommel, Martina: Worms - St. Paul. Besitz- und Wirtschaftsgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/worms-st-paul/besitz-und-wirtschaftsgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 14.10.19)