Klöster in Rheinhessen

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Bau- und Kunstgeschichte Wilhelmiterkloster (Worms)

Eine Remigiuskirche bzw. Kapelle wird urkundlich 1283 erwähnt. Der Bezirk um diese Kapelle war eine eigene Pfarrei.
Um 1530 waren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig, da der Einsturz drohte. Die Kapelle musste verkleinert werden, neue Balken zur Abstützung des Baus waren nötig; das Kapellendach war zu erneuern, auch die Versetzung von Altären war notwendig. Ob die umfassende Renovierung dann tatsächlich stattgefunden hat, ist nach Kranzbühler nicht mehr zu ermitteln.
Im Zusammenhang mit der Renovierung der Remigiuskirche wurde 1530 das Mutterkloster Marienpfort verpflichtet, menschliche Gebeine, die bei den Arbeiten zutage gefördert würden, wieder beisetzen zu lassen.
In der Urkunde des Jahres 1531 ist im Zusammenhang mit der Remigiuskirche die Rede von Altären, eine Zahl wird bei Kranzbühler nicht genannt. Der Wormser Koadjutor verpflichtete das Mutterkloster in Waldböckelheim dazu, nach der Sanierung des Gotteshauses für die Konsekration der Kapelle sowie auch der Altäre zu sorgen.
Sowohl Münster (um 1550) als auch Merian (um 1650) stellen in der Nähe der St. Amanduskirche einen großen Profanbau dar; vermutlich wurde er erst durch Schlüchterer vom Erpfenstein errichtet (sog. Remeyer Hof).

Empfohlene Zitierweise

Rommel, Martina: Worms - St. Remigius - Wilhelmiten. Bau- und Kunstgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/worms-st-remigius-wilhelmiten/bau-und-kunstgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 19.05.19)