Klöster im Westerwald

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Bau- und Kunstgeschichte

0.1.Die Abteikirche

Klosterkirche Marienstatt

Die Abteikirche, die als eine der bedeutendsten frühgotischen Kirchen östlich des Rheins anzusehen ist, wurde um 1246 begonnen. Mit mehreren Unterbrechungen zog sich der Bau über etwa 200 Jahre bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts hin. Die dreischiffige Basilika wurde jedoch abschnittsweise in Benutzung genommen und konnte somit seit Mitte des 14. Jahrhunderts in voller Länge genutzt werden. Sie ist architekturgeschichtlich der Kirche des Marienstatter Mutterklosters Heisterbach zuzuordnen, wenngleich die Pfeiler und der Binnenchor eher dem französischen Stil entsprechen. Man spricht daher von ostfranzösisch-rheinischem Mischstil.

 

 

Bild: Martin Kraft Lizenz:CC BY-SA 3.0[Bild: Martin Kraft // photo.martinkraft.com]

Die äußere Gestalt wurde bis heute wenig verändert und durch eine umfassende Sanierung, die 2008 abgeschlossen wurde, wieder annährend im Originalzustand wiederhergestellt. Der Innenraum hingegen unterlag zahlreichen Veränderungen, die die Ausstattung dem jeweiligen Zeitgeschmack anpassten. Die auffälligste und bedeutendste Anpassung war sicherlich die Barockisierung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie wurde jedoch nach der Wiederbesiedlung 1888 schrittweise wieder rückgängig gemacht. Stattdessen gestaltete man den Innenraum im neugotischen Stil um. Dies wiederum beseitigte die Renovierung von 1940. Auch der Innenraum wurde mit der jüngsten Renovierung wieder soweit wie möglich dem gotischen Original angepasst.

0.2.Die Klosterbauten

Im Gegensatz zur Abteikirche ist von den ursprünglichen Klosterbauten nichts mehr überliefert. Sie wurden zwischen 1718 und 1754 durch vollständig barocke Gebäude ersetzt und ergänzt. Einen Eindruck, wie Marienstatt vor der Barockisierung ausgesehen hat, vermittelt ein einziger Stich aus dem Jahre 1718. Den mittelalterlichen Zustand spiegelt allerdings auch er nicht wider, denn seit dem Ende des 16. Jahrhunderts haben immer wieder kleinere und größere Umbauten stattgefunden, die aber nicht genauer zu fassen sind. Dieser Stich zeigt südlich der Abteikirche einen Innenhof, der von einem Kreuzgang umschlossen wurde. In der südwestlichen Ecke befand sich ein Eckturm.
Daran schloss sich, leicht nach Südwesten versetzt ein weiterer Innenhof an, der im Osten von der Prälatur und im Westen von verschiedenen Wirtschaftsgebäuden begrenzt wurde. Das Krankenhaus und die St. Anna-Kapelle befanden sich östlich der Anlage im Garten.
Der barocke Neubau, der im Wesentlichen heute noch erhalten ist, hat zwei Innenhöfe, von denen der nördliche den Kreuzgang enthält. Mittel- und Seitenflügel haben lediglich zwei Geschosse und werden von Mittel- und Eckpavillons mit jeweils zweieinhalb Geschossen unterbrochen. Das Pfortenhaus wurde 1754 fertiggestellt. Im Zuge des Umbaus wurde 1721 auch die Brücke über die Nister erneuert.
Nordwestlich der Kirche befindet sich eine barocke Gartenanlage. Der Südflügel, der heute die Bibliothek beheimatet, wurde erst 1908 errichtet.
Das aus der Oblatenschule hervorgegangene Gymnasium dehnte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Richtung Osten immer weiter aus und bildet mittlerweile nach Süden hin einen langgestreckten Gebäuderiegel. Ein Ende der Erweiterung ist zur Zeit nicht absehbar.

0.3.Kunstschätze

Im Gegensatz zur Abteikirche ist von den ursprünglichen Klosterbauten nichts mehr überliefert. Sie wurden zwischen 1718 und 1754 durch vollständig barocke Gebäude ersetzt und ergänzt. Einen Eindruck, wie Marienstatt vor der Barockisierung ausgesehen hat, vermittelt ein einziger Stich aus dem Jahre 1718. Den mittelalterlichen Zustand spiegelt allerdings auch er nicht wider, denn seit dem Ende des 16. Jahrhunderts haben immer wieder kleinere und größere Umbauten stattgefunden, die aber nicht genauer zu fassen sind. Dieser Stich zeigt südlich der Abteikirche einen Innenhof, der von einem Kreuzgang umschlossen wurde. In der südwestlichen Ecke befand sich ein Eckturm.

Daran schloss sich, leicht nach Südwesten versetzt ein weiterer Innenhof an, der im Osten von der Prälatur und im Westen von verschiedenen Wirtschaftsgebäuden begrenzt wurde. Das Krankenhaus und die St. Anna-Kapelle befanden sich östlich der Anlage im Garten.

Der barocke Neubau, der im Wesentlichen heute noch erhalten ist, hat zwei Innenhöfe, von denen der nördliche den Kreuzgang enthält. Mittel- und Seitenflügel haben lediglich zwei Geschosse und werden von Mittel- und Eckpavillons mit jeweils zweieinhalb Geschossen unterbrochen. Das Pfortenhaus wurde 1754 fertiggestellt. Im Zuge des Umbaus wurde 1721 auch die Brücke über die Nister erneuert.

Nordwestlich der Kirche befindet sich eine barocke Gartenanlage. Der Südflügel, der heute die Bibliothek beheimatet, wurde erst 1908 errichtet.

Das aus der Oblatenschule hervorgegangene Gymnasium dehnte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Richtung Osten immer weiter aus und bildet mittlerweile nach Süden hin einen langgestreckten Gebäuderiegel. Ein Ende der Erweiterung ist zur Zeit nicht absehbar.

Empfohlene Zitierweise

Hillen, Christian: Streithausen - Abtei Marienstatt. Bau- und Kunstgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/westerwald/streithausen-abtei-marienstatt/bau-und-kunstgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 17.09.19)