Besitzgeschichte des Klosters Marienberg (Boppard)

Die Gründungsausstattung des Klosters kann leider nicht aus den Quellen erschlossen werden. Nachdem Marienberg 1224 die Erlaubnis erhalten hatte, Schenkungen königlichen Besitzes durch Ministeriale anzunehmen, erhielt es in der Folgezeit zahlreiche Zuwendungen aus Reichsgut. Rudolf von Habsburg hat dieses Privileg dann 1274 dahingehend eingeschränkt, dass derartige Zuwendungen nur mit herrscherlicher Zustimmung zulässig seien. Dennoch erlebte das Kloster im 13. und 14. Jahrhundert einen starken wirtschaftlichen Aufschwung, wobei es durch Arrondierung des Klosterbesitzes im Umkreis von Boppard auch um eine entsprechende Wirtschaftlichkeit bemüht war. Die Zuwendungen erfolgten hauptsächlich von Seiten des Bopparder Bürgertums und des Adels der Umgebung. In der Folgezeit kam es, auch infolge kriegerischer Ereignisse, zu einem allmählichen wirtschaftlichen Niedergang, der Mitte des 16. Jahrhunderts in einer starken Verschuldung kulminierte. Erst in der Zeit danach kam es wieder zu einer allmählichen wirtschaftlichen Erholung. Zum Besitz des Klosters am Ende des 16. Jahrhunderts siehe C. Jaeschke, Boppard Marienberg, S. 87. Hier auch zum in den Auflösungsakten 1802 aufgelisteten Besitz.

Die Schwestern bewirtschafteten den Besitz nicht selbst, sondern verpachteten ihn gegen Geld oder Naturalien.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Boppard - Kloster Marienberg. Besitzgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mittelrhein-lahn-taunus/boppard-kloster-marienberg/besitzgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 20.11.19)