Klöster am Mittelrhein

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GEO:50.340393592603235,7.59181022644043

Benediktinerinnenkloster (Koblenz-Oberwerth)

Ein auf einer vor Koblenz gelegenen Rheininsel ansässiger Frauenkonvent, der in schwere wirtschaftliche Not geraten war, erhielt, nachdem er sich zur Annahme der Benediktregel bereit erklärt hatte, 1143 vom Trierer Erzbischof Albero von Montreuil (1131-1152) den jeweiligen Abt des Klosters St. Matthias bei Trier zum geistlichen und weltlichen Oberhaupt zugewiesen. Zuvor befand sich auf der Insel ein hinsichtlich seiner monastischen Ausrichtung nicht näher charakterisierter Frauenkonvent. Nach der Annahme der Benediktregel scheinen allerdings sehr enge Beziehungen zu dem anderen Koblenzer Benediktinerkloster auf dem Beatusberg bestanden zu haben; beständige Besitz- und Jurisdiktionsstreitigkeiten zwischen diesen beiden Konventen führten dann allerdings dazu, dass der Trierer Erzbischof Dietrich II. von Wied im Jahre 1215 beide Klöster trennen musste. 1794 verließen die Klosterfrauen beim Einmarsch der französischen Truppen ihr Kloster, welches 1802 aufgehoben wurde. Sein Besitz wurde im folgenden Jahr eingezogen.
Der frühere Klosterstandort, eine Rheininsel, ist heute nur noch eine Halbinsel, die im frühen 20. Jahrhundert bebaut wurde und heute den Koblenzer Stadtteil Oberwerth bildet.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Koblenz-Oberwerth - Benediktinerinnenkloster. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mittelrhein-lahn-taunus/koblenz-oberwerth-benediktinerinnenkloster.html> (Letzter Aufruf: 13.11.18)