Klöster am Mittelrhein

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Bau- und Kunstgeschichte Kloster Oberwerth (Koblenz-Oberwerth)

Kirche

Wohl schon bei der Gründung im Jahre 1143 erhielt das Kloster von einem Kanoniker des Koblenzer Stifts St. Florin 3½ Joch Land geschenkt, auf denen die Klostergebäude errichtet wurden. Am 25. April eines unbekannten Jahres weihte Erzbischof Arnold I. (1169-1183) die Kirche und richtete eine Wallfahrt am Markustag dorthin ein. Im Jahre 1229 wurde die Kirche von Bischof Hermann von Leal mit Zustimmung Erzbischof Dietrichs II. von Wied (1212-1242) zum zweiten Mal geweiht. Von dieser ersten Kirche wurden durch den völligen Neubau 1776-1779 alle Spuren beseitigt.

1492 wird dem Kloster ein Michaelsaltar inkorporiert, 1539 wird der Altar einer St. Annen-Kapelle geweiht.

Immer wieder wurden Kirche und Klostergebäude durch Hochwasser und Überschwemmungen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach größeren Umbaumaßnahmen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts waren die Klostergebäude um 1600 durch Hochwasser schon wieder so beschädigt, dass sie erneuert werden mussten. In den Jahren zwischen 1632 und 1636 wurden der Kreuzgang gewölbt und das Klosterareal mit einer Mauer umgeben. Weitere Baumaßnahmen sind aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts überliefert. Einen völligen Neubau von Kirche und Klosteranlage begann man Im Jahre 1776, alle alten baulichen Strukturen wurden in diesem Zusammenhang weitestgehend beseitigt. Am 22. April 1779 konnte die neue Kirche geweiht werden, nur 23 Jahre vor der Aufhebung des Klosters. Nach der Säkularisation wurde die Klosteranlage verkauft, die letzten Reste von Baulichkeiten wurden in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts niedergelegt.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Koblenz-Oberwerth - Benediktinerinnenkloster. Bau- und Kunstgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mittelrhein-lahn-taunus/koblenz-oberwerth-benediktinerinnenkloster/bau-und-kunstgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 13.04.21)