Besitzgeschichte und Wirtschaftsordnung Stift St. Goar

Besitzgeschichte

Für die Frühzeit der Goarszelle werden außer zwei Kapellen und dem Wohnhaus der sechs Kleriker auch Weinberge sowie weiterer Besitz und Einkünfte erwähnt. Karl der Große machte der Zelle größere Geldzuwendungen und schenkte ihr einen Hof oder Ort Nasonia. Sowohl für die Goarszelle wie auch für die Abtei Prüm bestimmt war die Schenkung des Fiskalwaldes von St. Goar durch Kaiser Ludwig den Frommen im Jahre 820. Insgesamt gruppierten sich die Besitzungen des Stifts zu beiden Seiten des Rheins in einem relativ begrenzten Gebiet, wobei der größte Teil der Güter und Einkünfte des Stifts direkt oder indirekt auf die Abtei Prüm zurückgehen dürfte. Zu Besitz und Einkünften des Stifts siehe Pauly S. 227 - 238.

Wirtschaftsordnung

Die wirtschaftliche Basis in St. Goar war wahrscheinlich ähnlich wie in den Stiften Boppard und Oberwesel zu gering, um selbständige Pfründen zu schaffen, so wie sie in größeren Stiften an einzelne Mitglieder übergeben und von diesen bewirtschaftet wurden.

Stadthöfe

Ein Einkünfteregister der Präsenz aus der Zeit um 1450 nennt dem Stift gehörende Häuser, die als Kurien gegen einen jährlichen Mietzins an Mitglieder des Kapitels verliehen waren.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: St. Goar - Stift St. Goar. Besitzgeschichte und Wirtschaftsordnung. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mittelrhein-lahn-taunus/st-goar-stift-st-goar/besitzgeschichte-und-wirtschaftsordnung.html> (Letzter Aufruf: 22.03.19)