Besitz- und Wirtschaftsgeschichte Karmeliterkloster Beilstein

Neben der Nutznießung aus den Liegenschaften der Pfarrei Beilstein verfügte das Kloster über eigenen umfangreichen Besitz nicht nur in Beilstein, sondern auch in Ellenz, Poltersdorf, Fankel und Bruttig. Mit Pachten, Spenden, Kollekten, aber auch durch Verleih von Geld, lebten die Patres im Zeitraum zwischen Gründung bis ins 18. Jahrhundert in wirtschaftliche gesicherten Verhältnisse.

Münz- und Marktrechte

Mit der Erhebung zur Stadt 1319 war für Beilstein eine Reihe besonderer Rechte verbunden. Darunter befanden sich u. a. ein Marktregal für die Einrichtung eines Dienstagswochenmarktes, diverse Steuererhebungsrechte und andere geldwerte Vorteile. Das Marktrecht bedeutete „Freiheit“ und beinhaltete den Bau von Befestigungen und umwehrten Mauern, von Rathaus,  Ratsschenke, Stadtwaage, Schöffenstuhl und Hochgericht sowie von  einem Pranger.

Noch heute sind Kirche und Kloster auch über Treppen erreichbar. Früher hatten Kirchenbesucher und Wallfahrer für deren Benutzung bei den Mönchen eine Treppensteuer zu entrichten - heute dagegen ist der Weg nach oben " kostenfrei". 

Empfohlene Zitierweise

Bernd Brauksiepe: Beilstein - Karmeliterkloster. Besitz- und Wirtschaftsgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/beilstein-karmeliterkloster/besitz-und-wirtschaftsgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 22.04.19)