Religiöses und spirituelles Wirken Kapuzinerkloster (Cochem)

Das Kloster blühte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts und erwarb sich große Verdienste um die Seelsorge in Cochem und in den Orten der Region. Auf dem Klosterberg unterhielt der Orden  eine Lateinschule für den Nachwuchs. Daneben hielten  sie diese Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten auch für begabte Jungen aus Cochem offen. Einer ihrer bekanntesten Schüler war Martin (Linius) von Cochem gewesen. Er wurde 1634 in der Stadt als Sohn eines Hutmachers geboren und besuchte von 1647 bis 1653 die Lateinschule. 1653 erfolgte in Köln die Aufnahme in den Kapuzinerorden. Insbesondere machte sich Pater Martin von Cochem als Volksprediger, aber auch als Autor verdient, „der religiöse Glut des Herzens mit volkstümlicher Darstellungskraft zu verbinden weiß“. Sein Werk umfasst rund 70 Werke.

Neben dem Noviziat, das 1641 in Cochem eingerichtet worden war, widmeten sich die Kapuziner zudem der Seelsorge ihrer Mitschwester in anderen Klöstern.  So wurde dem Cochemer Guardian  die Aufgabe übertragen, bei den Augustinerinnen in Stuben, den Zisterzienserinnen in  Rosenthal und den Prämonstratenserinnen in Engelport die Beichte zu hören.

Zusätzlich konnte ab 1769 in der Cochemer Einrichtung ein philosophisch-theologisches Studium absolviert werden.

Empfohlene Zitierweise

Brauksiepe, Bernd: Cochem - Kapuzinerkloster. Religiöses und spirituelles Wirken. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/cochem-kapuzinerkloster/religioeses-und-spirituelles-wirken.html> (Letzter Aufruf: 18.11.19)