Klöster in Rheinhessen

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Vorgeschichte: das Antoniterkloster

Armklara

Der Konvent der Klarissen ließ sich 1620 in Mainz nieder.
Der damalige Erzbischof, Johann Schweickard von Kronberg, übertrug der kleinen Gemeinschaft den ehemaligen Antoniterhof, dessen Kirche allerdings seit 1574 profaniert war.
Bereits 1631 mussten die Schwestern Mainz auf Veranlassung des Erzbischofs vor den heranrückenden Schweden wieder verlassen. Im Mai 1636 kehrten die Schwestern wieder nach Mainz zurück. Wirtschaftlich befand man sich damals in einer schlechten Lage.
Für die Zeit zwischen 1620 und 1802 nennt die Chronik insgesamt 163 Namen. Der Großteil der Schwestern (79) stammte aus Mainz selbst oder aus dem Erzbistum (28).
Im 18. Jahrhundert bildeten sich, v.a. unter der adeligen Äbtissin Maria Philippina Josepha Theresia Reichsgräfin von Berlepsch (1739/75) eigene Formen der Barockfrömmigkeit im Konvent heraus. Neben den Ordensheiligen Franziskus und Klara genossen vor allem die hl. Thecla und Katharina von Bologna besondere Verehrung. Die Bruderschaft der hl. Thecla, vor allem zur Erlangung einer seligen Sterbestunde, erfuhr Unterstützung durch den Adel. Zu den Gönnern und Förderern gehörte nicht zuletzt die Familie der Markgrafen von Baden.

Empfohlene Zitierweise

Rommel, Martina: Mainz - Armklara. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-armklara.html> (Letzter Aufruf: 14.12.17)