Klöster in Rheinhessen

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Bau- und Kunstgeschichte des Klosters St. Nikomedes

Aufbau der Klosteranlage

Da es noch keine systematischen archäologischen Nachforschungen gab, fehlen zuverlässige Informationen über Grundriss und Aussehen von St. Nikomedes. Auf einem Holzstich von 1520 sind nahe des Eigelsteins zwei Häuser unterschiedlicher Höhe zu sehen, die wohl den alten, den Frauen als Kloster dienenden Nikomedeshof zeigen; eine Kirche ist aber nicht zu erkennen. Sie zeigt erst der Maskoppsche Stadtplan von 1575. An das Kirchenschiff mit vorgelagerter Apsis schließt sich ein Hof an, um den sich mehrere Häuser gruppieren. Ein weiteres Haus ist an die nordöstliche Seite des Kirchenschiffs angebaut.

Nach der Aufhebung von St. Nikomedes im Jahre 1604 wurden die Gebäude 1622 den Kapuzinern zum Abbruch überlassen, die die Steine für den Bau ihres Mainzer Klosters verwendeten.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Mainz - St. Nikomedes. Bau- und Kunstgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-st-nikomedes/bau-und-kunstgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 22.09.19)