Klöster in Rheinhessen

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Geschichte des Stifts St. Stephan (Mainz)

Grundriss St. Stephan

Eine Gründungsurkunde des Kollegiatstiftes St.Stephan existiert nicht mehr. Der Zeitpunkt der Gründung liegt in der Amtszeit des Mainzer Erzbischofs Willigis (975/1011). Die erste urkundliche Erwähnung findet sich am 29.9.992 in einer Schenkungsurkunde Ottos III.
Möglicherweise noch zur Zeit Willigis fiel dem Stift die Ortsherrschaft in Büdesheim zu.
Die Stiftsgründung zeigt sich - wie bei anderen Stiften auch - somit nicht als ein einmaliger, in sich abgeschlossener Vorgang, sondern als ein Gründungsprozess, der sich über einen gewissen Zeitraum erstreckte. Mit einem Gütertausch im Jahr 1008 darf der Gründungsprozess als abgeschlossen betrachtet werden.
Das Stift befand sich innerhalb der Stadtmauern, jedoch am Stadtrand auf dem höchsten Punkt der mittelalterlichen Stadt - und damit weithin sichtbar - gelegen.

St. Stephan - Innenraum vor 1938

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts befand sich das Stift offensichtlich in einer wirtschaftlich bedrängten Lage, was den Erzbischof dazu bewog, die Zahl der Kanonikate zu reduzieren und eindeutig festzulegen (vgl. Verfassung und Mitglieder). 1802 kam es zur Aufhebung des Stiftes.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde St. Stephan schwer beschädigt, so dass sich u.a. die Glocken und weitere Bauelemente nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand befinden.

Empfohlene Zitierweise

Rommel, Martina / Schmid, Reinhard / Rettinger, Elmar: Mainz - St. Stephan. Geschichtlicher Abriss. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-st-stephan/geschichtlicher-abriss.html> (Letzter Aufruf: 14.11.19)