Bau- und Kunstgeschichte Kloster St. Alban (Trier / Konz)

Klosteranlage

Nach der Gründung der Kartause im Jahr 1330 wurde vor der Trierer Stadtmauer bei einer alten benediktinischen Albanskapelle der Bau der Klosteranlage begonnen. Bereits 1335 war die Anlage mit Zellen, Wirtschaftsgebäuden und Klostermauer soweit fertiggestellt, dass die ersten Mönche nach der feierlichen Übergabe der Gründungsurkunde durch Erzbischof Balduin am 29. August sie beziehen konnten. Als Kirche diente zunächst die Albanskapelle, die zwar etwas vergrößert worden war, sich aber schnell als nicht ausreichend erwies. Balduin verfügte deshalb schon 1338 den Neubau einer größeren Kirche, die 1349 fertiggestellt war. Die alte Kapelle wurde in diesem Zusammenhang nicht abgerissen, sondern blieb neben dem Neubau stehen. Mit Unterstützung namentlich des Trierer Erzbischofs Kuno II. von Falkenstein konnte gegen Ende des 14. Jahrhunderts schließlich noch der Kreuzgang des Klosters ausgebaut werden.
Die Lage unmittelbar vor der Trierer Stadtmauer war im Kriegsfalle natürlich äußerst ungünstig und gefährlich, weshalb Plünderungen und Zerstörungen in den folgenden Jahrhunderten nicht ausblieben. Nach der letzten totalen Verwüstung des Klosters im Jahre 1674 wurde der Neubau ab 1680 deshalb nicht mehr am alten Ort errichtet, sondern in der 5 km von Trier entfernten Ortschaft Merzlich (heute Konz). Der Grundstein für die neue, heute noch bestehende Kirche wurde 1703 gelegt, 1716 konnte die nach Plänen des Mainzer Baumeisters Vitus Schneider erbaute Kirche geweiht werden.

Kapellen innerhalb und außerhalb der Anlage

Der Mainzer Bürger Eminko von Landecke († vor 1386), ein Wohltäter des Klosters, ließ eine Kapelle der hl. Katharina und Barbara im Klosterbereich errichten.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Konz - Kloster St. Alban. Bau- und Kunstgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/konz-kloster-st-alban/bau-und-kunstgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 17.10.19)