Religiöses und spirituelles Wirken des Klosters St. Alban (Trier / Konz)

Einfluss auf andere Institutionen

Konventsmitglieder als Ordensobere, Visitatoren, Leiter anderer Einrichtungen

Prior Johannes Rode wurde 1421 zum Abt der Trierer Benediktinerabtei St. Matthias ernannt, wo er mit einer umfassenden Reform begann, die später auch die Bursfelder Union beeinflusste.

Konventsmitglieder an fürstlichen Höfen (z.B. als Rat, Kaplan)

Adolph von Essen († 1439) wurde persönlicher Berater und Beichtvater der lothringischen Herzogin Margaretha.

Kulturelle Leistungen

Literarische, wissenschaftliche und künstlerische Betätigung

In der Blütezeit während der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ragte St. Alban namentlich durch das literarische Schaffen seiner Angehörigen hervor, wobei namentlich Adolph von Essen († 1439) und Dominikus von Preußen († 1460) zu nennen sind. Zudem entwickelte sich in der Kartause eine intensive mystische Frömmigkeit, die mit einer ausgeprägten Marienspiritualität verbunden war. Hier wurde der Leben-Jesu-Rosenkranz entwickelt, der „Ausgangspunkt der heute bekanntesten und verbreitetsten Andachtsform der katholischen Volksfrömmigkeit“[Anm. 1]. Durch die Verbreitung ihrer Schriften war die Trierer Kartause im 15. Jahrhundert weit über die Grenzen des Trierer Erzbistums hinaus bekannt.

Anmerkungen:

  1. M. Oldenburg, Trier S. 572 Zurück

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Konz - Kloster St. Alban. Religiöses und spirituelles Wirken. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/konz-kloster-st-alban/religioeses-und-spirituelles-wirken.html> (Letzter Aufruf: 22.04.19)