Besitz- und Wirtschaftsgeschichte Kloster St. Alban (Trier / Konz)

Besitzgeschichte

Trotz der Förderung durch ihren Gründer Erzbischof Balduin, dessen Ausstattung überhaupt erst das wirtschaftliche Fundament der neuen Kartause bildete, geriet St. Alban schon bald nach dessen Tod im Jahre 1354 in zunehmende wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Einkünfte reichten nicht aus, um den Konvent zu versorgen. Da der Schuldenberg stetig anwuchs, erwog Prior Winand Steinbeck in den 70er Jahren des 14. Jahrhunderts sogar die Auflösung des Klosters. Doch gelang es mit der Hilfe einiger bedeutender Wohltäter, zu denen auch der Trierer Erzbischof Kuno II. von Falkenstein gehörte, die Einkommenssituation deutlich zu verbessern und bis zum Ende des 14. Jahrhunderts die Schulden abzubauen.

Hauptsächlich betriebene Wirtschaftsweise

„Die Kartause verfügte über verschiedenartige Einkunftsquellen: Ländereien, Gebäude, Renten- und Zinseinkünfte, Zehntanteile sowie Schutz- und Zollprivilegien. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen überwogen, doch verdeutlicht der hohe Erwerbsanteil an Häusern und Renten, dass St. Alban daran interessiert war, die Haupteinnahmen aus Pachtzinsen und Renteneinkünften zu beziehen. Der Konvent erwarb keinen über mehrere hundert Kilometer verteilten Streubesitz, sondern war bestrebt, die Güter und Einkünfte hauptsächlich im Trierer Raum zu konzentrieren, um den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich zu halten“ (M. Oldenburg, Trier, S. 573).

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Konz - Kloster St. Alban. Besitz- und Wirtschaftsgeschichte. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/konz-kloster-st-alban/besitz-und-wirtschaftsgeschichte.html> (Letzter Aufruf: 20.02.19)