Klöster Mosel-Saar

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Archivalien und Literatur

0.1.Stiftsarchiv und Stiftsbibliothek

In Karden sind Originalurkunden seit 1084 kontinuierlich erhalten. Die Existenz des Archivs ist zum ersten Mal 1301 ausdrücklich erwähnt. Heute befindet es sich zum größten Teil im Landeshauptarchiv in Koblenz. Der Bestand 99 umfasst 646 Urkunden, 1 Kopiar des 16. Jahrhunderts, 4 Amtsbücher und an die 50 Aktenfaszikel.

Nur noch wenige Exemplare sind aus dem ehemals nicht unbedeutenden Bestand von liturgischen Handschriften in Karden bekannt: Pauly (1986/S.31) berichtet über 1 Evangelistar (Ende 11. Jh.), 1 Psalterium (13. Jh.), 3 Graduale (2 aus dem 14. Jh., 1 aus 15. Jh.), Legendar (14./15. Jh.), 3 Prozessionale (jeweils 18. Jh.) sowie das sog. Thomasevangeliar des Trierer Domschatzes aus dem 8. Jahrhundert.

Im Bistumsarchiv Trier befindet sich nach Pauly (1986, S. 45f) ein um die Mitte oder in der zweiten Hälfte des 14. Jh. geschriebenes Chartular des Stifts im Umfang von 25 gezählten Pergamentblättern mit insgesamt 34 Urkunden aus der Zeit von 1137 bis 1334.

0.2.Literatur

  • Axel von Berg: Spätrömische Sarkopharge im Ortsbereich von Karden an der Mosel, Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 2000, S. 91ff.
  • Georg Dehio: Rheinland-Pfalz Saarland. 2. erweiterte Auflage Darmstadt 1985.
  • Heinz Cüppers (Hg.): Die Römer in Rheinland-Pfalz. Stuttgart 1990.
  • Lutz Grunwald: Karden und das frühe Christentum. Jahrbuch Cochem-Zell, 2009, S. 150-156.
  • Franz-Josef Heyen: Der Mittelrhein im Mittelalter. Koblenz 1988, S. 169f.
  • W. Jung: Karden – ehemalige Stiftskirche St. Kastor, Rheinische Kunststätten Heft 1941, Neuss 1978.
  • H.G. Kuhn: St. Castor in Karden, Lahnstein 2002, S. 6-31.
  • W. Bornheim gen. Schilling (Hg.). Kunstdenkmäler von Rheinland-Pfalz, Bd. II: Landkreis Cochem, bearb. v. Ernst Wackenroder, München 1959, S. 415-481.
  • Markus Maisel: Sepulchrum domini. Studien zur Ikonographie und Funktion großplastischer Grablegungsgruppen am Mittelrhein und im Rheinland. Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte. Mainz 2002, S. 200f.
  • Ferdinand Pauly: Siedlung und Pfarrorganisation im alten Erzbistum Trier – Zusammenfassung und Ergebnisse. Veröffentlichung des Bistumsarchivs Trier, Bd. 25. Koblenz 1976.
  • Ferdinand Pauly: Das Stift St. Kastor in Karden an der Mosel. Berlin – New York 1986 (= Germania Sacra, N. F. 19).
  • Ludwig Petry (Hg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Rheinland-Pfalz und Saarland. Stuttgart 1988.
  • Sebastian Ristow: Frühes Christentum im Rheinland. Jahrbuch 2006 des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Köln 2007, S. 178-182.
  • Helmut Ritter: Karden an der Mosel. (Rheinische Kunststätten Heft 40/41) Neuss 1978.
  • Karl-Josef Zimmermann: Stiftungen im Kardener Dom, Jahrbuch Cochem-Zell 2009, S. 19ff.

Empfohlene Zitierweise

Brauksiepe, Bernd: Treis-Karden - Ehem. Kollegiatsstift und Stiftskirche St. Castor (Karden). Archivalien und Literatur. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/mosel-saar/treis-karden-ehem-kollegiatsstift-und-stiftskirche-st-castor-karden/archivalien-und-literatur.html> (Letzter Aufruf: 21.10.17)