Klöster in Rheinhessen

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Notzeiten

Immer wieder erlebte die Niederlassung Notzeiten. So wurde 1473 über die Niederlassung in Oberflörsheim beraten, denn der dortige Vorsteher hatte „in der Not seines Hauses Nutzungen angegriffen  ..., die den Marburger Brüdern zustanden“[Anm. 1].

Für 1636 erwähnt Reif die Belagerung des Ortes durch kaiserliche Regimenter. Die Jahre 1636-1638 standen unter dem Eindruck der Hungersnot. Pfarrer Weidius wandte sich von Worms aus an den Landkomtur nach Marburg und bat um Hilfe, weil er sonst verhungere. In den Jahren 1639/40 zogen Truppen des Herzogs v. Weimar durch die Pfalz, wurden aber von Spaniern und Bayern verdrängt.

Zwar wurde 30jährigen Krieg Ober-Flörsheim nicht entvölkert, „aber doch so geschwächt, daß das Feld nicht mehr bestellt werden konnte“[Anm. 2].

Ab 31.8.1735: begann nach reif eine 14tägige Belagerung. Die Bewohner des Ortes brachten ihre Habe in der Kommendatur in Sicherheit. Dem Schaffner des Hauses, Alexander Diemar, wurden für sie und den Orden durch den Chef des Kommandos Schutz zugesichert.

Anmerkungen:

  1. Braasch-Schwersmann, Marburg, S. 217 Anm. 231 Zurück
  2. Reif, S. 43 Zurück

Empfohlene Zitierweise

Martina Rommel: Oberflörsheim - Deutschherrenkommende. Notzeiten. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/oberfloersheim-deutschherrenkommende/notzeiten.html> (Letzter Aufruf: 21.05.19)