Archivalien und Literatur Kloster St. Martin und Maria (Sponheim)

0.1.Klosterbibliothek

Die Geschichte der Sponheimer Klosterbibliothek ist eng mit dem Abt Johannes Trithemius verbunden. Nach dessen Angaben gab es im Jahre 1469 im Kloster lediglich acht Bücher. Der gelehrte Humanist und leidenschaftliche Büchersammler baute in der Folgezeit seine berühmte Bibliothek auf, die bis zu seinem Weggang 1505 auf mehr als 2000 Bände angewachsen war. Da die Bücher wohl auch aus Mitteln des Klosters beschafft worden waren, musste sie Trithemius in Sponheim zurücklassen, wo man an diesem wertvollen Schatz aber kein weiteres Interesse hatte. Schon 1507 verfügte der Abt von Bursfelde nach einer Visitation, dass die griechischen Codices und Drucke verkauft werden sollten. Trithemius versuchte daraufhin, zumindest teilweise erfolgreich, Teile seiner Bibliothek zurückzukaufen. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts mehr bekannt, Reste aus der Bibliothek des Trithemius sind heute über ganz Europa verstreut. Zur Sponheimer Bibliothek siehe auch Michael Embach, Johannes Trithemius OSB (1462-1516) und die Bibliothek von Kloster Sponheim: mit einem Blick auf die Vita Juttas von Sponheim (1092-1136). In: Zur Erforschung mittelalterlicher Bibliotheken / hrsg. von Andrea Rapp .... - Frankfurt am Main, 2009. - (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie: Sonderbände ; 97).

0.2.Archiv

Zum Schicksal des Archivs siehe Johannes Mötsch in Mötsch/Seibrich, Sponheim, S. 825f.

0.3.Literatur

  • Arnold, Klaus: Johannes Trithemius (1462 – 1516). Würzburg 1971. (= Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg 23).
  • Huyer, Michael: Neue Erkenntnisse zur mittelalterlichen Baugeschichte der ehemaligen Klosterkirche St. Maria und St. Martin in Sponheim. In: Mainzer Zeitschrift 103 (2008), S. 69 – 94.
  • Huyer, Michael: Sponheim mit der ehemaligen Klosterkirche St. Martin und St. Maria. Köln 2008. (= Rheinische Kunststätten, 502).
  • Mötsch, Johannes: Die Äbte und Prioren des Benediktinerklosters St. Martin zu Sponheim. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 51 (1999), S. 383-391.
  • Mötsch, Johannes – Seibrich, Wolfgang: Sponheim. In: Die Männer- und Frauenklöster der Benediktiner in Rheinland-Pfalz und Saarland, bearb. von Friedhelm Jürgensmeier in Verbindung mit Regina Elisabeth Schwerdtfeger. St. Ottilien 1999 (= Germania Benedictina 9), S. 801 – 827. Hier S. 825 zur weiteren Literatur.
  • Zimmer, Rudolf: Friedrich und seine Brüder. Reformation und Klosteraufhebungen zwischen Model und Nahe. In: Hunsrücker Heimatblätter 141 (2009), S. 1 - 28 (Sponheim S. 12).

0.4.Karten

Siehe hierzu Johannes Mötsch in Mötsch/Seibrich, Sponheim, S. 827.

Empfohlene Zitierweise

Schmid, Reinhard: Sponheim - Kloster St. Martin und Maria. Archivalien und Literatur. In: Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz, URL: <http:⁄⁄www.klosterlexikon-rlp.de/hunsrueck-naheland/sponheim-kloster-st-martin-und-maria/archivalien-und-literatur.html> (Letzter Aufruf: 19.11.19)